Mit neuer Führung in die Saison
TC Radolfzell jetzt schuldenfrei
Radolfzell – Es war die letzte Hauptversammlung des Tennisclubs Radolfzell unter der Leitung von Georg Stengele. Bei der Neuwahl des Vorstandes traten er und sein Stellvertreter Peter Schulze nicht mehr an. Die Leistungen der Vereinsmitglieder unter seiner Führung in den letzten acht Jahren können sich sehen lassen. Neben sportlichen Erfolgen, die vom Aufstieg der Damenmannschaft in die Bundesliga geprägt wurde, konnte der Vorstand nach Jahren wieder einen schuldenfreien Verein vermelden. „Sportliche Erfolge sind kein Garant für einen wirtschaftlichen Erfolg“, mahnte Georg Stengele und freute sich über die positive Entwicklung beim TC. „Eine tolle Saison ging unglücklich zu Ende“, so der Vorsitzende zum verletzungsbedingt verpassten Aufstieg der Herrenmannschaft in die zweite Bundesliga. Die zweite Damenmannschaft hat auf den Aufstieg in die zweite Bundesliga verzichtet, eine weitere Damenmannschaft in der zweiten Bundesliga kann der Verein nicht stemmen. Als sportlichen Erfolg wertete Georg Stengele auch den Aufstieg der Mannschaft Herren 60 in die Badenliga.
In seinem Rückblick auf die vergangenen acht Jahre als Vorstand konnte er den kompletten Abbau der Schulden von 85 000 Euro durch einen harten Sparkurs erreichen. Trotzdem wurden Investitionen getätigt. Der Abwärtstrend in den Mitgliederzahlen konnte abgeschwächt und stabilisiert werden. Die Anzahl von 60 Jugendlichen sei bei dem rund 400 Mitglieder starken Verein unbefriedigend. Dies zu ändern sei nun eine Aufgabe des neuen Vorstandes.
Auch Peter Schulze zog einen positiven Rückblick. Die Stadt Radolfzell unterstützt den Verein mit Podesten und dem Toilettenwagen für Zuschauer bei den Bundesligaspielen. Dass der TC etwas für das Image von Radolfzell tue, sei bei der Stadt angekommen.
Die Zahlen, die Kassiererin Margot Kramer präsentierte, waren eindrucksvoll. Das geplante Budget wurde nur leicht überschritten. Bei den Einnahmen wirkten sich die Eintrittsgelder durch die Bundesligaspiele sehr positiv aus. Es konnte eine kleine Rücklage gebildet werden.
Der als neuer Vorsitzender vorgeschlagene Dieter Refeld stellte sich vor. Er spielt seit neun Jahren im Verein, vorher war er 30 Jahre in Engen aktiv. Bereits damals bewunderte er den TC Radolfzell. Als er vor 10 Jahren nach Radolfzell zog, „war der erste Weg nicht in den Supermarkt sondern aufs Clubgelände“. Große Priorität bei seiner Arbeit für den Verein soll die Jugendarbeit haben.
Der TC sei nicht zu klein für die Bundesliga, so Günter Grimmig, Vorsitzender des Förderkreises. Der Förderkreis übernimmt die finanzielle Unterstützung der Sportlerinnen, daher gehen alle Eintrittsgelder der Spiele an den Verein. Dem Förderkreis obliegt die Auswahl der Spielerinnen, die für den TC in der Bundesliga antreten. Für die kommende Saison wurde die Mannschaft umgestaltet, es spielen mehr Deutsche in der Mannschaft. Vier der zehn besten deutschen Spielerinnen treten für den TC an.

Sie leiten den TC Radolfzell (von links): Iris Rinderle, Armin Steffan, Marion Kramer, Esther Amann, Willi Bretzke, Dieter Refeld, Helmut Gürtler, Norman Bingeser und Karl-Heinz Groß. |